Fischpässe
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- Bei den Fischzählungen arbeiten wir mit den örtlichen Fischereivereinen zusammen.
Zu den größten und wichtigsten Maßnahmen gehören hierbei Umgehungsgewässer. So entsteht am neuen Kraftwerk Rheinfelden ein naturnahes, lachsgängiges Aufstiegs- und Laichgewässer, in seiner Dimension und Gestaltung einem kleinen Schwarzwaldfluss ähnlich. Als strukturreiches Habitat mit Stromschnellen, tiefen Rinnen und Kiesinseln bietet es vielen Tieren Lebensraum und gute Fortpflanzungsverhältnisse. Auch am Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt wird künftig ein Umgehungsgewässer Pflanzen und Tieren neuen Raum bieten.
Alle unsere Rheinkraftwerke haben Fischaufstiegshilfen wie Fischtreppen oder sogar einen Fischlift wie am Wasserkraftwerk Wyhlen. Diese Anlagen kommen allen Fischen zugute und sind insbesondere auch für Langdistanzwanderer wie Aale und Lachse geeignet. Einen Teil dieser Anlagen haben wir in den letzten Jahren bereits gemäß dem aktuellen Wissen über Wander- und Aufstiegsverhalten der Fische optimiert; bis 2013 werden wir alle Fischwege erneuert beziehungsweise neue Wege und Umgehungsgewässer geschaffen haben. Es stehen dann 14 Anlagen zur Verfügung. Insgesamt investieren wir rund 15 Mio. Euro in die Gewässerdurchgängigkeit. Die Funktionalität der Anlagen dokumentieren regelmäßige Zählungen. So wissen wir auch, dass durch die Optimierung des Beckenfischpasses am Kraftwerk Wyhlen die Anzahl der innerhalb eines Jahres aufsteigenden Fische auf rund 15.000 verdreifacht werden konnte.
Neben dem Fischaufstieg beschäftigen wir uns intensiv mit dem Fischabstieg. An den Kleinkraftwerken in Steinen und Maulburg haben wir in den vergangenen Jahren mit dem Einbau von flach überströmten Rechen Fischabstiegsanlagen eingerichtet. Die abwandernden Fische finden so einen sicheren Weg ins Unterwasser. Gleichzeitig suchen wir zusammen mit unseren Partnern an Aare und Hochrhein sowie mit Fachinstituten nach Verbesserungen für den Fischabstieg an den Rheinkraftwerken.

