Nase

Die Nase benötigt flache, kiesige Laichplätze.
Die Nase ist Leitfisch für viele Renaturierungsmaßnahmen am Hochrhein. War diese Fischart bis Anfang des 20. Jahrhunderts hier noch häufig vertreten, so haben sich ihre Bestände in den letzten Jahrzehnten stark reduziert. Wie alle Wasserlebewesen ist die Nase auf einen intakten und vielfältigen Lebensraum angewiesen. Dabei muss nicht nur die Wasserqualität stimmen, sondern das Umfeld insgesamt. Da die Nase teilweise kilometerlange Wanderungen beispielsweise zu geeigneten Laichplätzen unternimmt, ist die Durchgängigkeit der Kraftwerksanlagen über Fischwege von zentraler Bedeutung. Ebenso wichtig sind flache kiesige Laichplätze sowie strömungsgeschützte Bereiche für die Jungfische. Um diesen Ansprüchen zu genügen, haben wir unter anderem Uferverbauungen wie Mauern oder Drahtschotterkörbe entfernt, Schlamm und Feinsediment ausgebaggert und Kies aufgeschüttet – so entstanden Flachwasserzonen und damit Laichplätze. Raubäume schaffen Unterstände für die Jungfische und schützen sie vor Fressfeinden. Wir bauen oder sanieren Buhnen mit Kehrwasserbereichen als Ruhezonen. Hier finden die Fische bei Hochwasser Schutz vor dem Abdriften.
 
Auch die Vernetzung des Rheins mit seinen Zuflüssen ist für die Wasserlebewesen von Bedeutung, denn dort finden sie Lebensraum und Nahrung. Dort wo Geschiebe vorhanden ist, entstehen kiesige Laichhabitate und Pionierlebensräume. Dazu gestalten wir in den Mündungsbereichen der Zuflüsse typische Flachwasserzonen, fördern den Geschiebeeintrag in den Rhein und entfernen Querbauwerke. Damit zukünftig der Geschiebetrieb im Rhein, der durch die Staustufen eingeschränkt wurde, wieder besser in Gang kommt, erarbeiten wir in einer Fachgruppe gemeinsam mit Umweltverbänden und Behörden ein kraftwerksübergreifendes Konzept zur Verbesserung der Geschiebesituation am Hochrhein.