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In trockenen Tüchern: Damit bleibt Ihr Brot frisch und aromatisch.

Essensretter werden

122 Tage lang arbeiten die Hersteller für die Tonne: Rechnerisch landen in Deutschland alle Lebensmittel, die bis zum 2. Mai produziert werden, im Müll. Neben wertvollen Ressourcen verschwendet jeder dadurch rund 230 Euro pro Jahr. Sie finden das unnötig? Mit unseren Tipps werden Sie zum Lebensmittelretter.


Foodsharing-Boxen bei Hieber

Die Foodsharing-Boxen sind ein Konzept der Hieber Märkte in Schopfheim und Nollingen. Diese Foodsharing-Boxen befinden sich seit dem 10. Juli in der Testphase der Märkte. Diese Foodsharing-Boxen sollen dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden sollen.

Die Lebensmittel, die nicht mehr für den Verkauf geeignet sind, jedoch aber genießbar, werden zur kostenlose Mitnahme bereitgestellt. Dabei werden diese täglich mit den Lebensmitteln von den Märkten befüllt.

Diese Foodsharing-Boxen sind mit Kühlschränken ausgestattet, so können die Produkte kühl gelagert werden. Außerdem können damit auch Obst, Gemüse, Backwaren und Molkereiprodukte angeboten werden.

Die Boxen werden nur von den Hieber Märkten befüllt. Somit ist es sichergestellt, dass die Lebensmittel korrekt gelagert werden und auch genießbar sind.

Zu dieser Idee kam Dieter Hieber. Für ihn ist es das Schlimmste noch essbare Lebensmittel wegzuwerfen.

Wir haben Dieter Hieber interviewt:

Wie kamen sie auf die Idee Foodsharing Boxen aufzustellen?

Ich sah Ende letzten Jahres am Hieber in Lörrach eine Frau die im Müll nach Essen gesucht hat. Es muss niemand nach Essen im Müll suchen, da wir sowieso viel Essen wegschmeißen. Meine Lösung für dieses Problem sind unsere Foodsharing Boxen.

Wie lange soll die Testphase andauern?

Die Testphase läuft sehr gut und soll nur noch ein paar Wochen laufen, danach sollen die Foodsharing Boxen auch in weiteren Märkten aufgestellt werden.

Wie funktioniert die Foodsharing Boxen?

Darf sich jeder so viel mitnehmen wie er möchte? Ja, der Markt ist offen für alle, doch die Mitarbeiter werfen ein Auge darauf, damit nicht alles leergeräumt werden. Es gibt paar Kandidaten, die wir besonders im Auge haben. Doch vor allem plädieren wir an die Vernunft der Menschen, diese Initiative nicht auszunutzen.

Wer kontrolliert welche Ware in die Foodsharing Box kommt?

Unsere Mitarbeiter kontrollieren dies.

Wie viel Tage vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums werden die Produkte aussortiert?

Die Produkte die vom Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht abgelaufen sind werden weiterhin der Tafel gegeben, der Rest kommt in die Foodsharing Boxen. Auch das Brot und die Süßen Teile am Abend kommen in die Foodsharing Boxen, da die Tafel auch diese nicht annehmen kann.

Wie stehen Sie zum Thema Nachhaltigkeit? (Firmenprofil auf der HP)

Wir sind an vielen Projekten dran, die die Nachhaltigkeit betrifft. Ein Beispiel ist unser Mehrwegsystem an unseren Backständen. Das Mehrwegsystem soll den Müllverbrauch reduzieren. Wir schauen auch auf Energiekosten, damit diese möglichst geringgehalten werden.

Haben Sie schon einmal ähnliche Aktionen gemacht, sind weitere geplant?

Da die Testphase bis jetzt so positiv verlaufen ist, dass wir die Foodsharing Boxen zu 95 % nach der Testphase auch an weiteren Hieber Märkten anbieten möchten.

Wie werden die Foodsharing Boxen angenommen?

Wir gerade schon erwähnt werden unsere Foodsharing Boxen sehr gut angenommen.

Gibt es Vorschriften? Auf was müssen Sie zum Beispiel achten?

Nein, Vorschriften gibt es so nicht. Wir haben aber unsere Hygienevorschriften, die eingehalten werden müssen, damit niemand krank wird. Die Produkte sind zwar schon vom Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten, aber wie man weiß sind beispielsweise Joghurts auch noch 2-3 Wochen nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch gut. Zwar können wir nicht in das Produkt reinschauen und aus diesem Grund kann es vorkommen das ein Produkt mal schlecht ist. Doch es muss bedacht werden, dass die Produkte nur das Mindesthaltbarkeitsdatum nur wenig überschritten haben.


Ökologisch sinnvolle Aufbewahrung von Lebensmitteln

  • Verwenden Sie für die Aufbewahrung von Lebensmitteln immer wiederverschließbare Behälter statt Alufolie, denn der Abbau und die Verarbeitung von Aluminium erweisen sich als äußerst umweltschädlich und energieintensiv.
  • Lässt man gefrorene Lebensmittel im Kühlschrank auftauen, geben sie ihre Kälte an ihn ab. Auf diese Weise sparen Sie Strom.
  • Kühlen Sie heiße Speisen immer zuerst ab, bevor Sie sie in den Kühlschrank stellen. Dieser verbraucht sonst unnötig viel Strom, um die Kühltemperatur konstant zu halten.
  • Im Sommer können Sie Getränke ganz einfach in Ihrer Regentonne oder einem Eimer mit Regenwasser (Brunnen etc.) kühlen.
  • Im Winter muss der Topf Grünkohl oder die Torte nicht zwingend im Kühlschrank unnötig Platz einnehmen. Gut verschlossen findet sich hierfür auch auf dem Balkon oder der Terrasse Platz.
  • Einige Obstsorten wie Äpfel und Bananen setzen Ethylen frei. Das ist ein Pflanzenhormon, das den natürlichen Reifungsprozess in Gang setzt und die Früchte schneller verderben lässt. Lagert man alles gemeinsam, bekommen andere Obst- und Gemüsesorten zu viel Ethylen ab, reifen und verfaulen schneller. Lagern Sie deshalb Äpfel und Bananen getrennt.

Wussten Sie, dass Obst schneller schlecht wird, wenn es bereits abgewaschen in der Schale liegt? Waschen Sie Obst deshalb immer erst vor dem Verzehr ab.

Aufbewahrung von Lebensmitteln - die größten Fehler:

  • Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank
  • Brot schimmelt in Plastik
  • Bananen und Äpfel vertragen sich nicht
  • Essenreste in Dosen, Boxen aufbewahren
  • Zitrusfrüchte vertragen keine Kälte - daher nicht im Kühlschrank lagern
  • Angebrochene Konservendosen nicht offen in Kühlschrank stellen - stattdessen umfüllen

In unserem Jahr ist jeder Monat einzigartig:

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