Die Gasversorgung in Deutschland ist aktuell sicher

Deine Versorgungssicherheit ist derzeit stabil. Die Gasspeicher sind voll, der Herbst ist bisher warm und der Gasverbrauch in Deutschland ist aktuell niedriger als erwartet. Entwarnung geben die Marktakteure trotzdem nicht, die Lage bleibt weiterhin angespannt. Die Bundesnetzagentur beobachtet das Geschehen genau und steht in engem Kontakt zu den Netzbetreibern. Wir informieren dich, sobald es wichtige Neuigkeiten gibt. Wichtig zu wissen: Die Gasversorgung deines privaten Haushaltes ist durch Maßnahmen der Bundesregierung abgesichert. 

Das Wichtigste auf einen Blick

Dezember-Soforthilfe

Im Dezember übernimmt der Staat die Abschlagszahlung für Gas, um dich während der Gaspreiskrise zu entlasten. Erfahre mehr.

 

Senkung der Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer auf Gas sinkt von 19 % auf
7 %. Die gesenkte Mehrwertsteuer geben wir mit der Jahresrechnung 2022 an dich weiter. Aktuell ist dieser Beschluss bis einschließlich Ende März 2024 gültig.

Du musst nichts weiter tun

Sobald es für dich relevante Änderungen gibt, benachrichtigen wir umgehend unsere Gaskundinnen und -kunden. Aktuell raten wir nicht dazu, die Abschläge anzupassen. Auch die Angabe des Zählerstandes ist nicht notwendig.

Soforthilfe für Gas- und Wärmekunden

Die aktuelle Gaspreiskrise führt zu teilweise enormen finanziellen Belastungen für Gas- und Wärmekunden. Um diese Belastungen etwas zu dämpfen, hat die Bundesregierung die Soforthilfe für Gas- und Wärmekunden verabschiedet: Im Dezember übernimmt der Staat die Abschlagszahlung für Gas.

Erfahre mehr in den FAQs

Das sind die Gründe für die hohen Gaspreise

Engpässe bei Gas

Kürzungen der Gaslieferungen aus Russland sorgten für eine Mangellage.

Höhere Nachfrage

Die Nachfrage stieg schneller als erwartet aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie.

Kalter Winter

Der lange und kalte Winter 2020/21 ließ den Füllstand der Gasspeicher sinken und Gas musste nachgeordert werden.

CO₂-Zertifikate

CO₂-Zertifikate berechtigen Unternehmen, Kohlendioxid in der Atmosphäre auszustoßen. Diese Zertifikate werden immer teurer.

Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen

Soforthilfe für Gas- und Wärmekunden

Spürbare Entlastung für Gas- und Wärmekunden

Die aktuelle Gaspreiskrise führt zu teilweise enormen finanziellen Belastungen für Gas- und Wärmekunden. Um diese Belastungen etwas zu dämpfen, plant die Bundesregierung verschiedene finanzielle Entlastungen.

Um die Haushalte und vor allem kleinere Gewerbekunden kurzfristig zu entlasten, hat sich die Bundesregierung für eine einfache und pragmatische Lösung entschieden: Gaskundinnen und Gaskunden erhalten im Monat Dezember 2022, spätestens im Januar 2023 eine staatliche Soforthilfe.

Weitere Entlastungen wie z.B. den Gaspreisdeckel setzen wir um, sobald diese gesetzlich verankert sind.

Stand: 25. Novemebr 2022

Haushalt, Gewerbe und Unternehmen profitieren

  • Private Haushalte und Gewerbetreibenden mit einem Gas- oder Wärmetarif, die weniger als 1,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, erhalte die einmalige Soforthilfe.
  • Die Soforthilfe erhalten auch größere Unternehmen und Einrichtungen, die nicht mehr als 1,5 Millionen Kilowattstunden Gas oder Wärme im Jahr verbrauchen.
  • Unabhängig vom Verbrauch werden zudem gezielt größere Verbraucher entlastet wie die Wohnungswirtschaft (Vermieter) und beispielsweise Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Bildungs- und Wissenschaftseinrichtungen.*
  • Unternehmen, die mehr als 1,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, profitieren nicht von dem Beschluss. Für diese Unternehmen wird die Gaspreisbremse gelten.

 

Wie funktioniert die Hilfe bei Mieterinnen und Mietern?

In den meisten Fällen kauft der Vermieter das Gas oder Wärme direkt beim Versorgungsunternehmen für seine Mieter ein. In diesem Fall spart also der Vermieter Geld, wenn der Dezember-Abschlag entfällt. Aber auch Mieterinnen und Mieter sollen von der Soforthilfe profitieren. Der Vermieter soll die Ersparnis im kommenden Jahr bei der Betriebskostenabrechnung berücksichtigen und diese an die Mieter weitergeben.

 

Besonderheiten bei Wärmekunden

* Ausnahmsweise sind auch Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 1,5 Millionen Kilowattstunden anspruchsberechtigt, die...

  • ...Wärme im Zusammenhang mit der Vermietung von Wohnraum oder als Wohnungseigentümergesellschaft im Sinne des Wohnungseigentümergesetztes beziehen,
  • ...die zugelassenen Pflege-, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die im Aufgabenbereich des Sozialgesetzbuchs soziale Leistungen erbringen,
  • ...die staatlich, staatlich anerkannte oder gemeinnützige Einrichtungen des Bildungs-, Wissenschafts- oder Forschungsbereichs oder eine Bildungseinrichtung der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts, ein eingetragener Verein sind,
  • ...die Einrichtungen der medizinischen oder beruflichen Rehabilitation, Werkstätten für Menschen mit Behinderung anderer Leistungserbringer oder Leistungserbringer der Eingliederungshilfe nach Teil 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch sind.

    Eine Mitteilungspflicht wie bei Gaskunden ist in diesen speziellen Fällen nicht vorgesehen.

Stand: 18. Novemebr 2022

Die Soforthilfe orientiert sich an den monatlichen Abschlägen. Die Höhe der Soforthilfe berücksichtigt auch mögliche Gaspreissteigerungen zum Jahresende.

So wird die Soforthilfe bei Markus berechnet:

Markus hat im Dezember 2021 seine Gasrechnung über einen Jahresverbrauch von 18.000 kWh bekommen. Für das nächste Abrechnungsjahr hinterlegt der Gasversorger deshalb 18.000 kWh zur Berechnung des monatlichen Abschlags. Die Gas-Soforthilfe errechnet sich aus dem Verbrauchswert für September 2022 und Markus Gaspreis im Dezember 2022. Dieser beträgt 12 ct/kWh. Markus bezahlt außerdem noch einen Grundpreis von 120 Euro im Jahr. Auch davon bekommt er ein 1/12 vom Staat geschenkt.

18.000 kWh / 12 = 1.500 kWh

1.500 kWh x 12 ct/kWh = 180 €

120 € / 12 = 10 €

180 € + 10 € = 190 €

Markus Gas-Soforthilfe beträgt in Summe 190 €.

 

Für Gaskunden wird der Jahresverbrauch anhand der Werte ermittelt, die der Lieferant für den September 2022 prognostiziert hat. Ein Zwölftel dieses Jahresverbrauchs wird mit dem am 1. Dezember 2022 geltenden (Brutto-)Arbeitspreis multipliziert. Hinzu kommt ein Zwölftel des Jahres-Grundpreises, der im Dezember 2022 gilt. Bei Wärmekunden werden beim prognostizierten Jahresverbrauch zusätzlich 20 % aufgeschlagen.

Die Entlastung über die Soforthilfe entspricht also nicht dem realen Dezemberabschlag, sondern kann etwas darüber oder darunter liegen.

 

 

Stand: 18. Novemebr 2022

Kundinnen und Kunden profitieren automatisch von der Soforthilfe

mit Ausnahme der Industrie und größeren Gewerbekunden

 

Privathaushalte

 

Ich muss nichts tun, wenn...

 

...ich eine Einzugsermächtigung erteilt habe.
Wenn du einen Lastschrifteinzug vereinbart hast, wird der Dezember-Abschlag nicht abgebucht.

...ich monatlich meinen Abgleich per Überweisung oder bar zahle.
Du musst im Dezember keine Zahlung leisten.

...ich monatlich eine Rechnung bekomme.
Du musst nichts tun: Die Soforthilfe wird mit der nächsten Rechnung verrechnet.

...ich den Dezember-Abschlag bereits überwiesen oder den Zahlungsauftrag nicht gestoppt habe.
Die Soforthilfe geht dir nicht verloren, sie wird in der nächsten Jahresabrechnung berücksichtigt.

 

Ich muss nur dann aktiv werden, wenn...

 

...ich einen Dauerauftrag eingereicht habe.
Unterbreche den Auftrag für den Monat Dezember

...ich laut Vertrag den Abschlag nicht im Dezember, sondern im Januar zahle.
...ich laut Vertrag keinen Abschlag im Dezember und Januar zahle.

Die Soforthilfe wird mit der Voraus- bzw. Abschlagszahlung im Januar 2023 verrechnet oder in der Jahresrechnung berücksichtigt. Du musst je nach Zahlungsmethode aktiv werden.

 

Gewerbekunden und Einrichtungen

Unternehmen bzw. Einrichtungen müssen dem Gaslieferanten bis zum 31.12.2022 in Textform darlegen, dass die Voraussetzungen für den Anspruch auf Soforthilfe gemäß § 2 Abs. 1 Satz 4 EWSG vorliegen.

Stand: 18. Novemebr 2022

Weitere geplante Entlastungen

Preisbremse für Gaskundinnen- und Kunden wird kommen

Im kommenden Jahr soll die sogenannte Gaspreisbremse eingeführt werden, um die Gaspreise weiter zu dämpfen. Diese soll von März 2023 bis mindestens Ende April 2024 greifen, eventuell auch schon früher.

Gaskundinnen- und Kunden wird dann für eine Grundmenge an Gas (80 Prozent des Verbrauchs) ein staatlicher Bruttopreis von 12 Cent pro Kilowattstunde (inklusive aller staatlicher Preisbestandteile) garantiert. Der Verbrauch, der über diese Grundmenge hinaus geht, wird zum gültigen Tarif des Kunden bzw. der Kundin abgerechnet.

Eines ist aber klar: Ein hundertprozentiger Ausgleich der Belastungen wird angesichts der historischen Dimensionen, in denen wir uns mit Blick auf die Energie-Kosten bewegen, leider nicht möglich sein. Allein die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Gas zahlen müssen, haben sich gegenüber Anfang 2021 verzwölffacht. Wir werden uns also daran gewöhnen müssen, dass Strom und Wärme in den kommenden Jahren teuer bleiben wird.

Stand: 18. Novemebr 2022

NaturEnergie Gaskundinnen und Kunden

Nein, wir raten dazu, den Abschlag vorerst nicht anzupassen

Im Rahmen der Preisanpassung, die aufgrund der neuen gesetzlichen Umlagen erfolgte, haben wir keine automatischen Anpassungen des Abschlags unserer Kundinnen und Kunden vorgenommen. Selbst wenn der Ausfall der Gasumlage und die Senkung der Mehrwertsteuer eine finanzielle Entlastung bringt, raten wir dir dazu, den Abschlag vorerst nicht anzupassen.

Wenn du die aktuelle Abschlagshöhe beibehältst, geht dir kein Geld verloren. Die gezahlten Abschläge werden mit der Forderung in der Jahresrechnung verrechnet. Zu viel gezahlte Abschläge werden zurückerstattet. Wir empfehlen, wegen der aktuell sehr stark gestiegenen Gaspreise, die Abschläge nicht zu reduzieren, um eventuelle Nachzahlungen mit der Jahresabschlussrechnung zu vermeiden.

Kleiner Tipp: Im Kundenportal kannst du ganz einfach deinen aktuellen Abschlag ansehen und bei Bedarf selbst anpassen.

Stand: 18. Novemebr 2022

Regelmäßige Teilzahlung an deinen Gas- oder Stromanbieter

Ein Abschlag ist keine Rechnung. Mit dem Abschlag leistest du eine kontinuierliche Zahlung zur Begleichung der in der Jahresrechnung am Ende der Abrechnungsperiode ermittelten Energiekosten. Die Höhe des Abschlags richte sich in der Regel nach deinem Vorjahresverbrauch. Der Vorjahresverbrauch multipliziert mit dem aktuellen Preis ergibt die Summe, die auf die
Monate zwischen den Jahresrechnungen aufgeteilt wird.

Ist die Summe der Abschlagszahlungen höher als die Forderung aus der Jahresrechnung, erhältst du eine Rückzahlung. Übersteigen die Forderungen die geleisteten Abschlagszahlungen, musst du eine Nachzahlung leisten.

Wir versuchen Abschlagszahlungen so genau wie möglich zu berechnen. Allerdings ist vor allem bei sich ändernden Preisen innerhalb der Abrechnungsperiode eine größere Abweichung von der tatsächlichen Forderung in der Jahresrechnung möglich. Ebenso spielen die Wetterbedingungen eine große Rolle, da zum Beispiel ein kalter Winter einen zum Vorjahr höheren Verbrauch verursachen kann.

Stand: 18. Novemebr 2022

Nein, die Ablesung des Zählerstandes ist nicht notwendig

Eine konkrete Ablesung ist natürlich immer die sicherste Methode, den genauen Zählerstand zu erfassen. Allerdings ist es oft nicht möglich, zu einem bestimmten Zeitpunkt den Zähler abzulesen. In diesem Fall wird der Verbrauch auf Basis der vorliegenden abgelesenen oder rechnerisch ermittelten Werte dem zu berücksichtigenden Zeitraum zugeordnet. Eine rechnerische Ermittlung des Verbrauches ist gesetzlich erlaubt und erfolgt nicht willkürlich. Sie beruht auf vorgegebenen gesetzlichen Regularien.

Falls eine Ablesung erforderlich wäre, würden wir uns bei unseren Kundinnen und Kunden melden.

Stand: 18. Novemebr 2022

Gasbeschaffungsumlage

Aufgrund der Gasmangellage müssen Gasimporteure die fehlenden Mengen zu Höchstpreisen am Markt erwerben. Um diese Unternehmen vor einer finanziellen Krise zu schützen und somit die Versorgung von privaten Haushalten und Unternehmen sicherzustellen, hat die Bundesregierung die Gasbeschaffungsumlage geplant. Diese Umlage sollte an alle Gaskundinnen- und Kunden weitergegeben werden.

Ende September 2022 wurde der Wegfall der Gasbeschaffungsumlage beschlossen. 

Stand: 18. Novemebr 2022

 

Viele Energieanbieter wie auch Energiedienst haben ihre Kundinnen und Kunden bereits über eine Preisanpassung aufgrund der neuen gesetzlichen Umlagen informiert. Diese ist nun teilweise hinfällig, da die Gasbeschaffungslage entfallen ist. Die Gasspeicherumlage, die ebenfalls im Preis berücksichtigt ist, ist aktuell gültig. Aufgrund der schnellen Entwicklungen am Gasmarkt kommen wir nicht hinterher, alle Informationen an unsere Kundinnen und Kunden schriftlich mitzuteilen. 

Energiedienst wird daher nicht gesondert über den Entfall der Gasumlage informieren.

Stand: 18. Novemebr 2022

Im Rahmen der Preisanpassung, die aufgrund der neuen gesetzlichen Umlagen erfolgte, haben wir keine automatischen Anpassungen des Abschlags unserer Kundinnen und Kunden vorgenommen. Selbst wenn der Ausfall der Umlage und die Senkung der Mehrwertsteuer eine finanzielle Entlastung bringt, könnten die sehr hohen Gaspreise an den Energiemärkten wahrscheinlich trotzdem zu Preissteigerungen führen. Daher raten wir dazu, den Abschlag vorerst nicht anzupassen.

Kleiner Tipp: Im Kundenportal kannst du ganz einfach deinen aktuellen Abschlag ansehen und bei Bedarf selbst anpassen.

Stand: 18. Novemebr 2022

Gasspeicherumlage

Seit Oktober 2022 ist diese Umlage Preisbestandteile der NaturEnergie Gastarife.

Die Gasspeicherumlage (§ 35e EnWG) soll im Winter für gut gefüllte Gasspeicher sorgen und somit die Gasversorgung im Winter sichern. Die deutschen Gasspeicher sollen zu bestimmten Stichtagen konkrete Mindestfüllstände haben. Die bis zu den Stichtagen fehlenden Mengen müssen eingekauft werden und hier entstehen Mehrkosten. Diese Umlage müssen alle Gaskundinnen und -kunden tragen. Die Gasspeicherumlage beträgt 0,059 Cent pro Kilowattstunde netto.

Stand: 18. Novemebr 2022

NaturEnergie Gastarife

Turbulenzen am Gasmarkt

Aufgrund stark schwankender Beschaffungspreise an den Gasmärkten können wir Neukundinnen und Kunden aktuell leider keine Gastarife anbieten. 

 

Was bedeutet das für mich als Bestandskunde?

Für unsere Bestandskunden haben wir die benötigten Energiemengen langfristig eingeplant und entsprechend beschafft, um eine sichere und preisgünstige Belieferung mit Gas zu garantieren. Mit deinem aktuellen Tarif wirst du also weiterhin zuverlässig versorgt.

Wann steht für Neukunden wieder die vollständige Tarifauswahl bereit?

 Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass du hier schnellstmöglich wieder unser Gasangebot findest.

Stand: 18. Novemebr 2022

Und das kannst du tun

Gasverbrauch senken und Heizkosten sparen – Mit wenig Aufwand und geringen Investitionen: Heizkosten sparen, ohne dass der Alltag unbehaglich wird. Frieren muss dabei niemand.

HEIZKÖRPER REINIGEN

Staub, Schmutz und Spinnweben auf heißen Heizkörperoberflächen verringern die Wärmeabgabe und verursachen Gerüche. Das reizt die Atemwege. Rippen- und Röhrenheizkörper lassen sich mit Staubsauger und einem feuchten Tuch reinigen. Bei Plattenheizkörpern zuerst die Abdeckung oben entfernen und dann mit einer Heizkörperbürste die Lamellen innen vom Staub befreien. Mit einem feuchten Lappen Außenseiten und Abdeckung säubern.

HEIZKÖRPER ENTLÜFTEN

Wenn es im Heizkörper gluckert oder dieser ungleichmäßig warm wird, behindert Luft die Wärmeabgabe. Zum Entlüften zuerst bei allen Heizkörpern die Regler für etwa 30 Minuten auf die höchste Stufe stellen. Dann nacheinander jeden Heizkörper entlüften: Gefäß unter das Entlüftungsventil halten und mit einem Heizkörperschlüssel das Ventil langsam aufdrehen. Nun entweicht zischend die Luft. Tritt Wasser aus, das Ventil wieder schließen.

WOHNRÄUME CLEVER LÜFTEN

Pro Tag verdunsten in einem Vier-Personen-Haushalt bis zu zehn Liter Wasser durch Atmen, Kochen, Duschen oder Baden. Das ist ein ganzer Eimer voll Wasser. Der Dampf muss raus, sonst entsteht Schimmel. Außerdem erwärmt sich trockene Luft schneller, das spart Heizkosten. Deshalb mindestens dreimal am Tag für fünf Minuten quer lüften: Heizkörper abdrehen und alle Fenster und Türen weit öffnen. Fenster nur zu kippen hilft wenig!

SONNE HEIZEN LASSEN

Im Winter steht die Sonne tiefer und dringt weit in die Räume. Fenster wirken ähnlich wie bei einem Gewächshaus – als Energiesammler: Die Lichtstrahlen durchdringen das Glas, verwandeln sich in Wand und Boden in Wärmestrahlung und können nicht mehr hinaus. In südlich und südwestlich gelegenen Räumen ist der Wärmegewinn im Winter oft beträchtlich. Wer die Vorhänge aufmacht, lässt die Sonne heizen und spart so Energiekosten.

HEIZPAUSE MACHEN – ODER NICHT?

Wenn Bewohner gut gedämmter Häuser für einige Stunden abwesend sind, können sie die Heizkörper ruhig ganz abstellen. Die Dämmung lässt die Raumtemperaturen nur langsam sinken, die Räume kühlen nicht aus. Wer in nicht oder wenig gedämmten Gebäuden lebt, sollte die Innentemperatur um nicht mehr als fünf Grad und auf höchstens 15 Grad absenken. Aufheizen kalter Räume verbraucht viel Energie.

TEMPERATUREN RICHTIG EINSTELLEN

Programmierbare Thermostate an den Heizkörpern können die Heizkosten um bis zu zehn Prozent senken. Damit lassen sich auch für jeden Raum die idealen Wohlfühltemperaturen zu festgelegten Zeiten einstellen. Zum Beispiel die Thermostate so programmieren, dass die Heizzeit eine halbe Stunde vor dem Aufstehen oder dem Heimkommen beginnt – das sorgt für behagliche Wärme zur richtigen Zeit.

LUKEN UND RITZEN SCHLIESSEN

Zugluft durch Wohnungstür und Fenster sowie offene Roll- und Klappläden lassen viel Wärme entweichen. Eine Dichtungsbürste an der Unterkante der Eingangstür und selbstklebende Dichtbänder aus Kunststoff schaffen hier schnell Abhilfe. Wer außerdem am Abend die Roll- oder Klappläden schließt, schafft ein dämmendes Luftpolster. Zugezogene Vorhänge halten die Wärme im Raum und verringern den Wärmeschwund weiter.

WÄRME BESSER VERTEILEN

Besonders in hohen Altbauwohnungen sammelt sich die Wärme unter der Decke, aber unten am Fußboden bleiben die Füße kalt. Ein Deckenventilator mit Winterregelung drückt die Wärme nach unten in den Raum und die Heizung kann länger Pause machen. Modelle mit Energiesparmotor glänzen mit niedrigem Stromverbrauch. Selbst auf höchster Leistungsstufe genügen ihnen oft nur 30 Watt, die Hälfte weniger, als herkömmliche Geräte benötigen.

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