Kleine und mittlere Unternehmen und Photovoltaik

Haben Sie als KMU auch schon über den Wechsel zu umweltfreundlicher Energie nachgedacht?

 

Eine Photovoltaikanlage lohnt sich für kleine und mittlere Unternehmen wirtschaftlich am meisten, wenn der Eigenverbrauch des selbst produzierten Solarstroms hoch ist. Der Strom aus der eigenen PV-Anlage ist, über die erwartete Lebensdauer von 25 Jahren betrachtet, deutlich billiger als Strom, der aus dem Netz bezogen wird.

 

Vier gute Gründe für eine PV-Anlage für KMUs

Die Preise für PV-Anlagen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Die realen Preise für gewerbliche Aufdachanlagen hängen weniger von den Kosten...

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Die Preise für PV-Anlagen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Die realen Preise für gewerbliche Aufdachanlagen hängen weniger von den Kosten für Module und Wechselrichter ab, sondern werden stärker durch die Installationskosten beeinflusst, insbesondere der Beschaffenheit des Dachs, den bestehenden Elektroinstallationen und den nötigen Arbeitsstunden. Kleine Anlagen sind im Verhältnis zur erzeugten Leistung in der Regel teurer als größere Anlagen. Während am Markt oft wenig realistische Preise genannt werden, lassen sich Photovoltaikanlagen für Mittelständler in der Praxis für rund 1600 Euro/kWp installieren. Der auf dem Betriebsdach erzeugte Solarstrom kostet dann zwischen 8 und 9 Cent pro kWh bei einem Betrieb über 30 Jahre, gegenüber Strombezug aus dem Netz mit Kosten von über 20 Cent pro kWh. In den genannten Kosten enthalten ist der Aufwand für die Wartung und die Ausgaben für mögliche Reparaturen. Interessanter Nebeneffekt: mit der betriebseigenen PV-Anlage werden auch die Stromkosten langfristig abgesichert.

Die Kostenrechnung weiter entlastende Erträge aus der Einspeisevergütung sind damit noch nicht gegengerechnet. Die Einspeisevergütung für Strom ist – Stand April 2020 – für Anlagen über zehn kW Nennleistung 9,18 Cent/kWh, für Anlagen über 40 kW Nennleistung ist sie 7,21 Cent/kWh. Die Einspeisevergütung wird über 20 Jahre garantiert. Deutlich attraktiver als die Einspeisevergütung ist der Eigenverbrauch – der Kostenvorteil zwischen Stromgestehungskosten aus der betriebseigenen PV und dem Stromeinkauf beträgt mindestens 10 Cent/kWh.

Für KMUs mit hohem Stromverbrauch sind PV-Anlagen deshalb besonders interessant. Dies sind typischerweise Unternehmen mit einer eigenen Produktion oder Werkstatt und beispielsweise CNC-Maschinen oder Schweißgeräten. Auch ein hoher Kühl- oder Heizbedarf, beispielsweise im Bäckerei- oder Fleischerhandwerk, zieht einen hohen Strombedarf nach sich und macht die Anschaffung einer PV-Anlage attraktiv.

 

Neben den wirtschaftlichen Vorteilen einer PV-Anlage spielt für mittelständische Betriebe häufig eine Rolle, das eine PV-Anlage einen positiven...

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Neben den wirtschaftlichen Vorteilen einer PV-Anlage spielt für mittelständische Betriebe häufig eine Rolle, das eine PV-Anlage einen positiven Imageträger darstellt. Nachhaltigkeit und Klimaneutralität sind in vielen Branchen wichtige Aspekte des Unternehmensimages. Die unternehmenseigene PV-Anlage ist hierfür ein deutlich sichtbares Zeichen, das sich gut in Marketing und Öffentlichkeitsarbeit nutzen lässt.

Eine zusätzliche Möglichkeit für KMUs mit einer PV-Anlage ist der Einsatz von Elektrofahrzeugen, die mit Solarstrom vom eigenen Dach geladen werden...

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Eine zusätzliche Möglichkeit für KMUs mit einer PV-Anlage ist der Einsatz von Elektrofahrzeugen, die mit Solarstrom vom eigenen Dach geladen werden können. Neben günstigen Verbrauchskosten durch selbstproduzierten Strom sprechen auch hierfür Imageaspekte – E-Autos vermitteln ein Unternehmensbild mit Werten wir Ökologie und technologischem Fortschritt. Viele

KMUs sind regional und auf eher kürzeren Distanzen unterwegs, Elektrofahrzeugen passen gut zu diesen Einsatzprofilen und können als Werbeflächen genutzt werden.

Volkswirtschaftlich betrachtet ist es energetisch am sinnvollsten, den Strom gleich an Ort und Stelle zu verbrauchen. Wenn Strom durch Leitungen...

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Volkswirtschaftlich betrachtet ist es energetisch am sinnvollsten, den Strom gleich an Ort und Stelle zu verbrauchen. Wenn Strom durch Leitungen transportiert werden muss, entstehen erhebliche Übertragungsverluste. Wenn lange Leitungswege durch Photovoltaikanlagen im Betrieb vermieden werden, wird insgesamt weniger Strom benötigt – gut fürs Klima.


Was sollten Sie als KMU bei der Anschaffung einer PV-Anlage beachten?

 

PV-Anlage auf den maximalen Verbrauch ausrichten

Idealerweise wird die PV-Anlage auf den maximalen Verbrauch des Betriebs ausgerichtet. Dazu ist es hilfreich, sich die Lastkurve, die den Stromverbrauch über den Tag anzeigt, anzusehen. Die typische Lastkurve eines produzierenden Gewerbebetriebs über den Tag sieht in etwa so aus:

Nachts ist der Strombedarf gering. Mit Arbeitsbeginn gegen 6.30 Uhr geht der Verbrauch steil nach oben, bleibt den Tag über hoch und sinkt ab 16.00 Uhr kontinuierlich, bis um 20.00 Uhr das Nachtniveau erreicht wird. Dabei ist der Verbrauch nicht gleichbleibend, sondern weist verschiedene Verbrauchspritzen auf. Die grüne Kurve stellt die maximale Lastkurve dar, die blaue Kurve zeigt den Tagesdurchschnitt.

Den typischen Stromertrag einer PV Anlage an einem sonnigen Sommertag verdeutlicht die folgende Grafik. Rot wäre eine nach Süden, blau eine nach Osten und Westen ausgerichtete PV-Anlage. Beide Kurven beginnen um 6:00 Uhr morgens und enden um 20:00 Uhr. 

Im vorliegenden Fall würde eine auf zehn KWh Spitzenleistung ausgerichtet PV-Anlage den Strombedarf des KMU zumindest an sonnigen Sommertagen gut abdecken. Eine auf den Verbrauch optimal dimensionierte PV-Anlage hat gegenüber einer typischen PV-Anlage auf einem EFH eine verkürzte Amortisationszeit. Je höher der Eigenverbrauch, desto kürzer ist die Amortisationszeit. Stromspeicher, die Investition in eine PV-Anlage deutlich erhöhen, finden bei KMUs mit hohem Tagesverbrauch weniger Anwendung. Sie sind vor allem bei Einfamilienhäusern angebracht, wo die Bewohner den Solarstrom zu großen Teilen abends abrufen.

Photovoltaik im Mittelstand

Beispiel PTL Hermann GmbH

Geschäftsführer Christoph Hermann erklärt uns im Interview, warum die Photovoltaikanlage für sein Unternehmen eine gute Investition war und wie er den Solarstrom einsetzt.


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