Zwei Mitarbeiter stehen vor dem Eingang eines historischen Gebäudes und begutachten das Umfeld.
Gemeinsam die kommunale Wärmeplanung gestalten

Von der kommunalen Wärmeplanung bis zum konkreten Wärmenetz: naturenergie begleitet Kommunen dabei, lokale Potenziale zu erkennen und daraus eine zukunftsfähige Wärmeversorgung zu entwickeln.

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Kommunale Wärmeplanung: Von der Planung zum Wärmenetz

 

Die kommunale Wärmeplanung schafft die Grundlage für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung. Dabei werden Wärmebedarfe betrachtet, lokale Energiequellen identifiziert und geeignete Versorgungslösungen bewertet. Eine Möglichkeit sind Nahwärmenetze, die mehrere Gebäude über ein lokales Netz mit zentral erzeugter Wärme versorgen. Dafür können beispielsweise Abwärme, Biomasse, Solarthermie oder Geothermie genutzt werden.

Ob ein Nahwärmenetz für ein Gebiet infrage kommt, hängt unter anderem von der Wärmebedarfsdichte, der Gebäudestruktur und den verfügbaren oder erschließbaren Wärmequellen ab. Entscheidend ist, diese Potenziale frühzeitig mit Blick auf die spätere Umsetzung zu betrachten und aus der kommunalen Wärmeplanung konkrete Projekte zu entwickeln.

 

Potenziale unserer Kommune besprechen

Nahwärme als Baustein der kommunalen Wärmeplanung

Das spricht für Nahwärme:

  • Lokale Wärmequellen nutzen: Vorhandene oder erschließbare Potenziale wie Abwärme, Biomasse oder Solarthermie können für die Wärmeversorgung vor Ort genutzt werden.
  • Klimafreundliche Wärmeversorgung entwickeln: Unterschiedliche Wärmequellen lassen sich über ein gemeinsames Nahwärmenetz für mehrere Gebäude nutzbar machen.
  • Regionale Wertschöpfung stärken: Die Nutzung lokaler Ressourcen kann dazu beitragen, Wertschöpfung in der Region zu halten.
  • Langfristige Lösungen schaffen: Wärmenetze sind technologieoffen und können mit unterschiedlichen Wärmeerzeugern betrieben und weiterentwickelt werden.

 

Ein Mitarbeiter betrachtet am Computer den städtebaulichen Entwurf eines Wohngebiets.
Dr. Tobias Benz, Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen, steht mit verschränkten Armen in seinem Büro.

Gute Voraussetzungen für ein Nahwärmenetz sind:

  • Hohe Wärmebedarfsdichte: Ein hoher Wärmebedarf auf vergleichsweise engem Raum, etwa in Ortskernen oder Quartieren.
  • Geeignete Gebäudestruktur: Gebiete mit vielen Gebäuden und entsprechendem Wärmebedarf können sich besonders für eine gemeinsame Versorgung eignen.
  • Lokale oder erschließbare Wärmequellen: Beispielsweise Abwärme oder andere Wärmequellen, die in räumlicher Nähe verfügbar sind oder erschlossen werden können.

 

Jetzt beraten lassen

Wo steht Ihre Kommune bei der Wärmeplanung?

Wir stehen noch am Anfang der kommunalen Wärmeplanung

Ihre Kommune hat noch keine Wärmeplanung durchgeführt oder steht am Beginn des Prozesses? naturenergie unterstützt Sie dabei, Potenziale für eine zukünftige Wärmeversorgung frühzeitig mit Blick auf die spätere Umsetzung zu betrachten.

Jetzt Unterstützung anfragen

Wärmeplanung oder Machbarkeitsstudie liegt bereits vor

Sie haben bereits Wärmenetzpotenziale identifiziert oder eine Machbarkeitsstudie abgeschlossen? Gemeinsam besprechen wir, wie aus der Planung ein konkretes Wärmenetzprojekt werden kann.

 

Wärmenetzprojekt besprechen

Von der kommunalen Wärmeplanung zum Wärmenetz

1

Analyse des Gebäudebestands

z. B. Energieverbrauch, Heizsysteme

 

2

Erstellung von Wärmebedarfsdichtekarten

ggf. durch externe Fachstellen

 

3

Prüfung lokaler Energiequellen

z. B. Abwärme, Biomasse, Solarthermie

 

4

Frühzeitige Einbindung potenzieller Betreiber und Umsetzungspartner

z. B. Energieversorger, Stadtwerke, Energieagenturen, Planungsbüros

Ihr Partner von der Planung bis zum Betrieb

Bauplan mit Geodreieck als Symbol für technische Planung

Beratung

Lokale Wärmequellen und Wärmenetzpotenziale bewerten, passende Lösungsansätze entwickeln und daraus konkrete Projekte auf den Weg bringen.

Stift auf Dokument als Symbol für Planung und Bearbeitung

Planung

Nahwärmenetze technisch und wirtschaftlich planen und die anschließende Realisierung bis zur Umsetzung begleiten.

Heizkörper mit Wärmewellen als Symbol für Wärmeversorgung

Betrieb

Passende Betreiber- und Versorgungsmodelle entwickeln und die Voraussetzungen für einen langfristigen und professionellen Betrieb des Wärmenetzes schaffen.

Handschlag als Symbol für Beratung und Zusammenarbeit

Kommunikation

Relevante Akteure frühzeitig einbinden, transparent über das Wärmenetzprojekt informieren und so die Beteiligung im gesamten Projektverlauf unterstützen.

Stimmen unserer Partner

Das Nahwärmenetz ist eine gute Investition in die Zukunft unserer Stadt. Damit können wir als Stadt unsere Gebäude regenerativ mit Wärme versorgen, auch die Bürger profitieren davon. Besonders in der Altstadt ist dies von Vorteil, da die Gebäude keine Keller haben und oft nicht gedämmt werden können. Wir als Stadt nutzen den Bau des Nahwärmenetzes, um parallel auch unsere Infrastruktur mit Leitungen und Breitband zu ertüchtigen.
Bürgermeister Bächle im Anzug vor einem historischen Fachwerkgebäude.

Micha Bächle
Bürgermeister der Stadt Bräunlingen

Unsere kommunale Wärmeplanung hat gezeigt, wo Nahwärme wirtschaftlich und ökologisch Sinn macht. In diesen Gebieten ist es entscheidend, dass Kommune und Energieversorger gemeinsam handeln – und genau das tun wir mit naturenergie
Dr. Tobias Benz, Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen, in seinem Büro.

Dr. Tobias Benz
Bürgermeister Grenzach-Wyhlen

Nahwärme ist für Murg eine zukunftsweisende Lösung: Sie bietet effiziente, zuverlässige Wärme aus 140 Metern Tiefe und ermöglicht an heißen Sommertagen sogar Kühlung. Mit Naturenergie haben wir dabei einen verlässlichen Partner an unserer Seite-
Porträt von Bürgermeister Adrian Schmidle im dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und bordeauxroter Krawatte vor neutralem Hintergrund.

Adrian Schmidle
Bürgermeister Murg

Blick von oben auf eine Baustelle mit geöffneten Leitungsgräben und verlegten Versorgungsrohren.

Förderung für kommunale Wärmenetze

  • BAFA: Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) bis zu 40 % Zuschuss zu Investitionskosten
  • KfW-Programme: z. B. für kommunale Infrastruktur, Wärmeplanung
  • Landesprogramme: individuelle Förderungen in Bundesländern

Erfahrungen aus unseren Partnerkommunen

Kommunale Wärmewende in der Praxis: Nahwärme in Wyhlen

Wie aus lokalen Potenzialen eine konkrete Wärmeversorgung entstehen kann, zeigt das Nahwärmenetz in Wyhlen. Dort werden unter anderem Abwärme aus dem Wasserkraftwerk und regionale Biomasse für eine lokale Wärmeversorgung kombiniert. Perspektivisch soll das Wärmenetz rund 770 Wohneinheiten versorgen. Das Beispiel zeigt, wie unterschiedliche lokale Wärmequellen für eine gemeinsame Versorgung erschlossen und in ein konkretes Wärmenetzprojekt überführt werden können.

 

Success Story Wyhlen ansehen

 

Luftaufnahme des Nahwärmekraftwerks in Wyhlen mit umliegenden Gebäuden und Grünflächen.

Jetzt Wärmewende in Ihrer Kommune gemeinsam angehen

Kontaktdaten

Meine Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft über den Abmeldelink in jedem Newsletter oder per E-Mail an kundenservicemail@naturenergieweb.de widerrufen werden. Weitere Informationen zur Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten finde ich in den Datenschutzhinweisen der naturenergie hochrhein AG.

Häufige Fragen zur kommunalen Wärmeplanung und zu Wärmenetzen

Die kommunale Wärmeplanung betrachtet, wie die Wärmeversorgung einer Kommune langfristig entwickelt werden kann. Dazu werden unter anderem der Gebäudebestand und Wärmebedarf analysiert, Wärmebedarfsdichten betrachtet und lokale Energiequellen geprüft. Auf dieser Grundlage können mögliche Versorgungsoptionen und Wärmenetzgebiete identifiziert werden.

Wärmenetze sind eine mögliche Versorgungsoption innerhalb der kommunalen Wärmeplanung. Sie kommen insbesondere dort infrage, wo eine ausreichend hohe Wärmebedarfsdichte besteht und geeignete lokale oder erschließbare Wärmequellen zur Verfügung stehen.

Am Anfang stehen die Analyse des Gebäudebestands und der Wärmebedarfe sowie die Prüfung lokaler Wärmequellen. Anschließend können mögliche Wärmenetzgebiete konkretisiert und technische sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen betrachtet werden. Potenzielle Betreiber und Umsetzungspartner sollten dabei möglichst früh eingebunden werden.

 

Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) ist eines der Förderprogramme, das für Wärmenetzprojekte relevant sein kann.

naturenergie begleitet Kommunen dabei, Wärmenetzpotenziale zu bewerten und aus der kommunalen Wärmeplanung konkrete Projekte zu entwickeln. Die Unterstützung kann von Beratung und Projektentwicklung über Planung und Realisierung bis zum Betrieb und zur Wärmeversorgung reichen. Auch Kommunikation und Beteiligung können als Bestandteil eines Wärmenetzprojekts mitgedacht werden.

Für Städte und Gemeinden gilt der 30. Juni 2028 als spätester Termin für die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung.