Familienbetrieb plant Umbau mit Blick auf Energieeffizienz und Klima

Das Hotel Sonne-Post in Waldau ist ein Haus mit Tradition: 1870 wird es als Gasthaus „Sonne“ eröffnet und als Poststation der Großherzoglich Badischen Post genutzt. Dieser Doppelfunktion verdankt das Haus seinen Namen. Im Laufe der Jahre wurde das familiengeführte 3-Sterne-Gasthaus um Hotelzimmer, Appartements, Ferienwohnungen und einen Schwimmbad- und Saunabereich erweitert – zuletzt 2020 in enger Partnerschaft mit NaturEnergie.

Hotel Sonne-Post investiert in Wärme- und Stromversorgung für die Zukunft

Mitten im Skigebiet Waldau bei Titisee-Neustadt liegt das Hotel Sonne-Post. Grüner Tourismus ist für die Hoteliers ein Invest in den Standort. Ihr Anliegen: Die Natur des Schwarzwaldes schützen und Gäste in einer intakten Umwelt willkommen heißen. Ökologisches Handeln und der sorgsame Umgang mit vorhandenen Ressourcen sind deshalb auch bei den großen An- und Neubaumaßnahmen mit NaturEnergie Maßstab für den Familienbetrieb.

Das Projekt auf einen Blick

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Die Ausgangsituation

Mit der baulichen Erweiterung des Hotels Sonne-Post entsteht ein deutlich erhöhter Strom- und Wärmebedarf: Der Neubau beherbergt ein grosszügiges Schwimmbad mit Kinderbecken und Saunabereich; inklusive moderner Lüftungsanlage. Ziel ist es, mit überwiegend erneuerbarer regionaler Energie den Bedarf zu decken. Gemeinsam mit NaturEnergie wird eine zentrale, nachhaltige und innovative Systemlösung für die Energieversorgung aller Gebäudeteile entwickelt. Hierbei sind auch gekoppelte Lademöglichkeiten für E-Mobilität integriert.

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Unsere Lösung

Umgesetzt wird ein integriertes Wärmekonzept, das auf dem Zusammenwirken verschiedener Quellen basiert. Im ersten Schritt wird die veraltete Ölheizung im Bestandsgebäude entfernt. Ein Blockheizkraftwerk mit Gaskessel und Wärmepumpe gewinnt stattdessen die nötige Wärme. Durch den Anschluss ans Netz von NaturEnergie wird zusätzlich benötigte Energie aus regenerativen Quellen gespeist. Im Neubau versorgen Erdwärme und Abwärme aus der Kühlanlage den Indoor-Pool, Fußbodenheizung und das Hauptgebäude mit Heizwärme. Auf dem Dach erzeugt eine Solaranlage grünen Strom.

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Gemeinsame Erfolge

Allein durch die Integration einer Wärmepumpe in das Energiekonzept sowie dank der Wärmerückgewinnung wird der Wärmebedarf zu nahezu 70 Prozent gedeckt. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) – made in Germany – steuert einen Großteil des restlichen Wärmebedarfs bei. Zusammen mit der Photovoltaikanlage liefert das hocheffiziente BHKW mit Kraft-Wärme-Kopplung rund 25 Prozent des benötigten Stroms. Ein Ausbau der PV-Anlage könnte den Anteil sogar auf knapp 40 Prozent steigern.

Wir haben uns aus Überzeugung für den Weg der Nachhaltigkeit entschieden, weil wir es den künftigen Generationen schuldig sind. Auf diesem Weg hat uns NaturEnergie einen großen Schritt vorangebracht.

Thomas Eiche

Geschäftsführer
Hotel Sonne-Post

Thomas Eiche

Geschäftsführer
Hotel Sonne-Post

Der Erfolg in knappen zwei Minuten erklärt:

https://youtu.be/dDFsolKtnUs

Alles, was wir im gemeinsam erarbeiteten Konzept geplant hatten, wurde auch realisiert. Zusammen mit unseren Partnern wurde so eine passende Lösung fristgerecht umgesetzt.

Klaus Nerz

Leiter Wärme- und Energielösungen
NaturEnergie

Klaus Nerz

Leiter Wärme- und Energielösungen
NaturEnergie

Zusammenspiel vieler Module

Geothermie - Wärme aus der Erde

Oberflächennahe Geothermie bildet die Hauptwärmequelle des innovativen Systemkonzepts: Gewonnen wird sie aus 23 Erdsonden. Jede ist bis zu 160 Meter tief im Boden versenkt – mit der Watterkotte-Wärmepumpe verbunden über zwei Erdverteiler und rund 8.000 Meter Kabel.

Klimafreundlicher Strom und Wärme mit BHKW

Einen geraumen Anteil zur Deckung von Wärme und Strom übernimmt ein Blockheizkraftwerk der Modellreihe ASV der norddeutschen Energiewerkstatt, einem inhabergeführten Maschinenbauunternehmen. Konfiguriert und installiert wurde es von der NaturEnergie-Tochter Messerschmid Energiesysteme.

Grüner Strom mit Solarenergie

Auf dem Neubau ist eine Photovoltaikanlage von NaturEnergie mit 23 Solarpaneelen installiert, die eine Leistung von 15kWp erzielt. Die PV-Anlage trägt circa sechs Prozent zum ermittelten Strombedarf bei. Eine Erweiterung könnte den Anteil auf 20 Prozent erhöhen. BHKW und Solaranlage betreiben die Wärmepumpe, versorgen die Küche, allgemeine Technik und zwei E-Ladepunkte.

E-Ladestationen für Hotelgäste

Gäste werden umweltbewusster. Die Bereitstellung von Ladepunkten für E-Autos stellt daher ein wichtiges Entscheidungsmerkmal in der Hotelbranche dar. Die Installation einer Solartankstelle, die das Laden zweier Fahrzeuge mit je 10,5 kW oder das Laden eines Fahrzeugs mit 21 kW ermöglicht, folgt im Laufe des Jahres 2022.

Technische Eckdaten vom innovativen Systemkonzept Wärme und Strom

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Energiebedarf Wärme

  • Wärmebedarf Prognose ca. 400.000 kWh pro Jahr
  • ca. 68 % Wärmepumpe
  • ca. 2 % Wärmerückgewinnung
  • ca. 25 % BHKW
  • ca. 5 % Redundanz und Spitzenlastkessel
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Energiebedarf Strom

  • Strombedarf Prognose ca. 300.000 kWh pro Jahr
  • ca.20% BHKW
  • ca. 6% PV (bis zu 20% möglich bei kompletter Belegung)
  • ca. 74% aus grünem Ökostrom
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Haupt-Wärmequelle oberflächennahe Geothermie

  • 10 grädige Wärme aus dem Erdreich vor dem Hotel
  • 23 Erdsonden bis zu einer Tiefe von 160 m im Abstand von ca. 10 Meter
  • 2 Erdverteiler, insgesamt rund 8 km Leitungen
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Wärmeerzeuger

  • Watterkotte Sole Wärmepumpe 80 kW, Zieltemperatur 35 bis 55°C
  • BHKW Energiewerksatt ASV21 mit 46 kW, Zieltemperatur 80°C
  • Hoval Gasbrennwertkessel 190 kW, Zieltemperatur 70°C

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Stromerzeuger

  • BHKW Energiewerkstatt ASV21 mit 21 kW
  • Photovoltaikanlage auf Neubau mit 15 kWp, Ausbau auf Bestandsgebäude geplant (ca. 20 kWp)
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E-Ladetechnik

  • 2 Ladepunkte mit max. 2 x 10,5 kW oder 1 mal 21 kW elektr.
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Lastmanagement - Hausanschlusskapazität

  • Wärmepumpe
  • E-Ladetechnik
  • Sauna
  • Küchengeräte
  • Waschmaschinen
  • Überschusserzeugung BHKW / PV
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Investition Familie Eiche

  • Gesamtmaßnahme:
    3.500.000 €
  • Neue Energieversorgung:
    600.000 €
    davon Förderung
    180.000 €

Ausblick für die Zukunft 

Das bisher erzielte Ergebnis lässt sich im laufenden Betrieb immer wieder optimieren und anpassen: Dafür sorgen die verbaute Technik sowie die Service-Techniker von NaturEnergie und seiner Partner. Mit einer Aufstockung der Photovoltaik-Anlage könnte zudem der Anteil selbstgewonnener Energie signifikant erhöht werden. Das eingesetzte Flüssiggas ist zudem als Brücke gedacht. Ziel ist es, mittelfristig auf grünes Gas zu wechseln. Bis dahin wird das CO2 vom Flüssiggas mit sinnvollen Projekten ausgeglichen.

 

 

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Ihr NaturEnergie-Team