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"Sonnenschein und eine Kräuterwiese sind die besten Zutaten für kräftige Milch und würzigen Käse. Ich zeige Ihnen, wie ich auf meinem Hof arbeite und was nachhaltige Landwirtschaft ausmacht."


Der Lindenhof in Wutöschingen

Idyllisch am Rande des Klettgaus und des Schwarzwalds, am Flusslauf der Wutach befindet sich die Gemeinde Wutöschingen. In einem landwirtschaftlich geprägten Umfeld, umgeben von Wälder, Wiesen und Äcker liegt/befindet sich "Der Lindenhof" der Familie Burkard. Die Familie Burkard, das sind Bauer Florian, Bäuerin Christina, die Kinder Pia, Noah und Paul sowie die Großeltern Hans und Vroni. Der Bauernhof ist in zwei Hofstellen aufgeteilt. In der Wutöschinger Dorfmitte befindet sich der Milchhof. Dort sind die Milchkühe und die frisch geborenen Kälber untergebracht. Auf dem Lindenhof befinden sich die weiteren Stallungen, Scheunen und Wohnhäuser. Auch finden dort die Kindergeburtstage und der Lernort Bauernhof statt. Im eigens umgebauten Kuhstall gibt es genug Platz für Kinder und Jugendliche.

„Wir wollen, dass es unseren Tieren gut geht. Nur so entstehen gute Lebensmittel. Das erleben die Kinder auf unserem Biohof.“
Florian Burkard, Agraringenieur und Biobauer aus Wutöschingen

Lernort Lindenhof

Auf spielerische Weise einen Bauernhof entdecken und mehr über den Hofaltag und deren Produkte erfahren. Dies möchte Familie Burkard weitergeben. Durch den "Lernort Bauernhof" vermittelt die Familie auf spielerische Weise Wissen und Erfahrungen über die Lebensmittelproduktion und Tierhaltung. Weitere Informationen und Angebote finden Sie unter: www.derlindenhof.com/lernort-lindenhof

Die Hofbewohner

Der Haupterwerb der Familie Burkard liegt in der Milchviehhaltung. Außerdem leben auf dem Lindenhof Ziegen, Schweine, Laufenten, Esel, Katzen und Hühner. Mit den zwei großen Hühnermobilen garantiert die Familie ihren Hühnern von morgens bis abends Auslauf in den Streuobstwiesen des Hofes. Scharren, picken und ein ausgiebiges Sandbad sind jederzeit möglich. Das Futter für die Tiere stellt die Familie Burkard zum größten Teil selbst her. Auf den Feldern wachsen Mais, Weizen, Gerste, Hafer, Ackerbohne und Erbsen. Für das Milchvieh und die Ziegen ernten sie im Sommer gutes Heu und Grassilage. Nur ein kleiner Teil des Kraftfutters wird hinzugekauft. Neben der Milchabgabe an eine große Molkerei in Freiburg, vermarktet die Familie ihre Milch auch über die Milchautomaten am Milchhof in der Dorfmitte. Seit 2013 betreibt Familie Burkard einen Melkroboter. Ihre Kühe können dadruch mehrmals am Tag gemelkt werden.

Seit Juni 2017 stellt die Familie Burkard ihren kompletten Betrieb schrittweise auf ökologischen Landbau um. Ein großer Schritt zu mehr Tierwohl und Auslauf für die Tiere.

 

Zum Lindenhof

Ein Sommertag auf dem Lindenhof

5:30 Uhr

Florian fährt zum Milchviehstall um die Stallarbeit zu erledigen, d.h. Kälber tränken, Kühe füttern, melken und neu einstreuen, Verkaufs- und den Milchautomaten auffüllen. Christina und Florian wechseln sich bei der Stallarbeit ab.

6:30 Uhr

Derjenige, der für die Kinder zuständig ist darf in der Regel eine Stunde länger liegenbleiben. Danach das Frühstück richten und die Kinder anziehen

7:30 Uhr

Gemeinsam frühstücken und den Tagesplan besprechen

8 Uhr

Christina bringt die Kinder in den Kindergarten im Ort Florian überprüft kurz die Mail und bestellt z.B. neues Saatgut

8:30 Uhr

Jetzt geht es in den Ziegenstall: Ziegen füttern, Stroh einstreuen

10 Uhr

Unerwartet kommt ein Kälbchen zur Welt und unterbricht den Tagesplan. Nun heißt es Kuh und Kalb versorgen: Mutterkuh melken und das Kälbchen tränken.

11 Uhr

Das Hühnermobil misten, Eier einsammeln und abpacken

12:30 bis 13:30 Uhr

Mittagspause: Kinder aus dem Kindergarten abholen und gemeinsam zu Mittag essen.

14 Uhr

Florian: Feldarbeit

Christina: Betreuung der eigenen drei Kinder Mitarbeiterin Sabine: Begrüßt zehn Kinder zu einem Kindergeburtstag auf dem Hof.

17 - 19 Uhr

Fahrt zum Milchviehstall um die abendliche Stallarbeit zu erledigen, d.h. Kälber tränken, Kühe füttern und melken sowie neu einstreuen.


Mit frischem Ziegenkäse verfeinert

Der Lindenhof beherbergt etwa 80 Ziegen - 76 weibliche und vier männliche. Bald beginnt das Landwirts- Ehepaar Burkard damit, ihre Ziegen zu melken und in der Molkerei Monte Ziego in Teningen Ziegenkäse zu produzieren. Passend zum regionalen Produkt haben wir einen Rezeptvorschlag:

Pizza mit Feigen und Rucola

Zutaten für 2 Portionen

Belag

  • 500 ml passierte Tomaten
  • ½ Bund Rucola
  • 100 g Ziegenkäse
  • 200 g Feige
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl
  • ½ TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Honig
  • Pfeffer aus der Mühle

Teig

  • 250 g Mehl
  • 180 ml Wasser
  • 4 EL Olivenöl
  • 20 g Hefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Zucker

Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und zugedeckt ca. 30 Min. gehen lassen. Rucola waschen, putzen und trocken tupfen. Ziegenkäse zerbröckeln. Zwiebel in halbe Scheiben schneiden. Feigen hacken und mit Cayennepfeffer, Olivenöl und Honig verrühren. Etwa 15 Min. ziehen lassen. Teig halbieren und zu zwei Pizzen ausrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit den passierten Tomaten bestreichen. Mit Ziegenkäse bestreuen. Feigen und Zwiebeln darauf verteilen und mit Pfeffer bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 220°C ca. 20 Min. backen. Mit Rucola bestreut servieren.

Gefüllter Brotlaib mit Ziegenkäse, Ei, Spargel und Radieschen (vegetarisch)

Für 4 Personen

Zubereitungszeit: 20 min

Garzeit ca.: 10 min

Schwierigkeitsgrad: leicht

Zutaten:

  • 500 g grüner Spargel
  • Salz
  • 4 Eier
  • 400 g Radieschen, mit Grün
  • 4 kleine Brotlaibe
  • 2 Scheiben Weißbrot
  • 4 EL Weißweinessig
  • 4 EL Rapsöl
  • 1 TL Honig
  • Pfeffer, aus der Mühle
  • 200 g Ziegenkäse

Zubereitung:

Das untere Drittel vom Spargel schälen, evtl. holzige Enden abschneiden und die Stangen längs halbieren. Je nach Länge halbieren oder dritteln. In Salzwasser 4-5 Minuten mit leichtem Biss blanchieren, abschrecken und abtropfen lassen. Die Eier hart kochen, abschrecken, pellen und vierteln. Die Radieschen waschen, putzen, die Blätter von harten Stielen befreien und die Radieschen in Scheiben schneiden. Vom Brot jeweils einen Deckel abschneiden und das Brot aushöhlen. Das Weißbrot entrinden und goldbraun toasten. In Stücke schneiden. Für das Dressing den Essig mit dem Öl, Honig, Salz und Pfeffer verrühren und abschmecken. Die Brote jeweils mit Spargel, Radieschenblättern und Radieschen füllen, die Eier darauf anrichten, den Käse darüber bröckeln und das Dressing darüber träufeln. Mit den Croûtons garniert servieren.

Glutenfreie grüne Erbsenpuffer mit Ei, Ziegenkäse und Zwiebeln

Für 4 Personen

Zubereitungszeit: 25 min

Garzeit ca.: 20 min

Schwierigkeitsgrad: mittel

Zutaten:

  • 400 g Erbsen, frisch oder TK
  • Salz
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Handvoll Basilikum
  • 2 Zweige Minze
  • 120 g Ziegenfrischkäse
  • 6 Eier 1 EL Leinsamen, gemahlen
  • 1/2 Bio-Zitrone, Saft und Abrieb
  • Muskat, frisch gerieben
  • Pfeffer, aus der Mühle
  • Kichererbsenmehl, nach Bedarf
  • Pflanzenöl, zum Braten
  • 2 rote Zwiebeln
  • 100 ml Rotwein
  • 1 TL Honig
  • 1 - 2 EL weißer Balsamico
  • bunte Shisokresse, zum Garnieren

Zubereitung:

Die Erbsen in Salzwasser ca. 2 Minuten kochen, abschrecken und gut abtropfen lassen. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Ringe schneiden. Das Basilikum und die Minze abbrausen, trocken schütteln und die Blätter abzupfen. Alles zusammen mit 2 EL Ziegenfrischkäse, zwei Eiern und Leinsamen im Mixer pürieren. Mit Zitronenabrieb, -saft, Salz, Muskat und Pfeffer abschmecken. Sollte die Masse zu fest oder zu flüssig sein, etwas Wasser oder Kichererbsenmehl ergänzen. Mit einem Löffel kleine Portionen abnehmen und in eine heiße Pfanne mit jeweils 2-3 EL Öl setzen. Auf beiden Seiten jeweils 3-4 Minuten goldbraun braten. So portionsweise alle Puffer ausbacken. Zwischendurch die restlichen Eier wachsweich kochen, abschrecken und pellen. Die Zwiebeln schälen, halbieren und in Streifen schneiden. In einer heißen Pfanne in 2 EL Öl langsam weich dünsten. Mit dem Rotwein ablöschen und fast vollständig einkochen lassen. Mit Honig, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Puffer auf Teller stapeln, den übrigen Ziegenkäse daraufsetzen und ein paar Zwiebeln darüber geben. Die Eier dazulegen und mit Kresse garniert servieren. Die restlichen Zwiebeln separat dazu reichen.


Camping für Hühner

Die Nachfrage an Eiern aus ökologischer und regionaler Freilandhaltung steigt stetig. Familie Burkhard legt darauf großen Wert. Für den Vertrieb der Eier machen Burkards einige ihrer Kunden zu Aktionären: Sie kaufen eine Eier-Aktie und bekommen wöchentlich zehn Eier. Die legen die Hühner in so genannten Hühner- Mobilen auf den Streuobstwiesen rund um Wutöschingen. Florian Burkard erklärt: "Ja, unsere Hühner machen so etwas wie Camping. Sie wohnen in diesen großen Wagen. Die Tür schließt abends automatisch, um die Hühner vor Fuchs und Marder zu schützen. Morgens bei Sonnenaufgang öffnet sie sich wieder und die Hühner können hinaus auf die Wiese." Auf dem Dach erzeugt ein Photovoltaik-Modul den nötigen Strom für die Türautomatik. Zwei solcher Mobile gehören zum Lindenhof, insgesamt 500 Hühner leben in den modernen Unterkünften, indenen die Burkards die Eier täglich einsammeln.

Vorteile der mobilen Geflügelhaltung

  • Die mobilen Ställe erfüllen alle Anforderungen an Tierschutz, Bodenschutz, Hygiene und Wirtschaftlichkeit.
  • Sie bieten die Möglichkeit zur Haltung kleinerer Tierbestände.
  • Auch kleine Flächen lassen sich optimal nutzen.
  • Bei fachgerechter Handhabung lassen sich Überweidung und ungleichmäßige Nährstoffeinträge vermeiden.

Frisches vom Bauern

Das heißt vom Hersteller direkt zum Kunden. Landwirte verkaufen ihre Produkte entweder direkt vom Hof, an der Haustür z.B. durch einen eigenen Lieferservice oder einer Abo-Kiste, auf dem Wochenmarkt oder durch das Angebot, Gemüse und Obst selbst zu ernten.

Die zwei großen Vorteile der Direktvermarktung bzw. der Einkauf beim Landwirt um die Ecke:

  • Qualität der Produkte: Geringe Transportwege. Das Gemüse/ Obst ist frisch und wird reif geerntet.
  • Nachvollziehbare Herkunft: Der Verbraucher weiß woher die gekauften Produkte kommen.

Direktvermarktung beim Lindenhof

Der Lindenhof möchte keine Massenware produzieren, daher setzt die Familie nicht nur auf die Milchabgabe an Molkereien in der Umgebung, sondern auch auf die Direktvermarktung. Hierfür wird jeden Tag, frisch und gekühlt der 24h-Verkaufsautomat mit hofeigenen Produkten gefüllt. Durch den Verkaufsautomaten sind der Lindenhof und die Verbraucher unabhängig von Öffnungszeiten. Weitere Informationen finden Sie unter: www.derlindenhof.com/direktvermarktung. 

Bewusst & Grün: Mit kreativen Ideen durchs Jahr!